ErholungGeben Sie es zu, Sie haben schon an Ihren Sommerurlaub gedacht, ihn vielleicht schon geplant und gebucht. Wohin soll es in diesem Sommer gehen? Wieder einmal in die Berge mit der ganzen Familie oder doch ans Meer? Städtetrip oder Natur genießen?

Das Telefon abstellen, den Computer zu Hause lassen, nur die Seele baumeln lassen, die Wolken beobachten, Blumen pflücken, Muscheln sammeln und … Stop! Wunschdenken! Die FreundInnen müssen per Facebook über jede Aktivität informiert werden, die Empfehlungen aus dem Reiseführer müssen abgearbeitet werden. Fotos müssen geschossen werden – die zu Hause gebliebene Familie erwartet sich nämlich eine umfassende Dokumentation.

Schon alleine der Gedanke daran macht müde. Klingt mehr nach Belastung und nicht nach Erholung, es klingt nach Schwerstarbeit.

Doch, wie geht Erholung? In den letzten Jahrzehnten ist der Bedarf nach Erholung auf Grund der gestiegenen Leistungserwartungen in Beruf enorm gestiegen. Zugleich haben wir das Gefühl verloren, wie wir uns richtig erholen.

Das Hauptziel eines Erholungsurlaubes ist den eigenen Rhythmus wieder zu finden. Ein Beispiel: Wer von Natur aus gerne lang aufbleibt und dafür lange ausschläft, aber aufgrund der Arbeit immer früh raus muss, sollte im Urlaub seinem eigenen Rhythmus frönen. Urlaub soll dem Körper helfen wieder in Balance zu kommen. Das wird nur gelingen, wenn wir uns an dem orientieren, was wir wirklich brauchen.

Um den notwendigen Ausgleich zu finden, muss man sich einige Fragen stellen:

  • Was tut mir gut?
  • Was belastet mich in meinem beruflichen Alltag besonders?
  • Was könnte ein Gegengewicht dazu sein?

Das Zauberwort für die Auswahl des richtigen Urlaubs, der Erholung bringt ist: Kontrasterlebnisse.

Wer im Job täglich offen und kommunikativ auf Menschen zugehen muss, sollte im Urlaub die Möglichkeit nutzen, sich zurückzuziehen und auch einmal allein etwas zu unternehmen. Wer in der Arbeit sehr genau sein muss, könnte sich für einen Urlaub entscheiden, in dem nicht alles vorgeplant ist. Wer einen sozialen Beruf nachgeht, in dem er/sie sich um andere kümmern muss, sollte sich im Urlaub verwöhnen lassen. D.h. Anforderungen, die man im Arbeitsalltag hat, sollte man im Urlaub meiden. Mehr vom Gleichen bringt nicht die erwünschte Erholung.

  • Lesen Sie auch Teil 2 am 21.4.2015: Was kann ich während des Urlaubs tun, dass der Urlaub erholsam wird.

 

Idee zum Artikel: Birgit Schöneberger: „Erholung: Die Kunst, neue Kräfte zu sammeln.“ (Psychologie Heute, 08/2014)

 

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