Rezept: Ihre tägliche Lebensbalance

Viele Menschen haben sich in den letzten Jahren mit der sogenannten „Work-Life-Balance“ auseinandergesetzt und sich gefragt, ob diese Gegenüberstellung von Arbeit und „Leben“ überhaupt sinnvoll ist. Der Begriff geht nämlich davon aus, dass Beruf und Arbeit abseits vom Leben passieren und nicht zum Leben gehören. In diesem Sinne ist „Work-Life-Balance“ ein Mythos.

Um ausgeglichen und aktiv durch unseren Alltag zu gehen, sollten wir beobachten, ob unsere Ressourcen ausgewogen verteilt sind. Uns geht es dann am besten, wenn wir unsere Ressourcen auf alle unsere Lebensbereiche verteilen und nicht nur auf ein oder zwei.

Bei der Fülle an Aufgaben und Tätigkeiten, die wir täglich erledigen, ist es wichtig, nicht auf sich selbst zu vergessen. Daher habe ich zu den beiden Lebensbereichen Work life (Arbeitsleben) und Private life (Privatleben) noch einen Bereich hinzugefügt. Den Bereich des Lebens, der nur für mich und meine geliebten Aktivitäten reserviert ist, in dem ich mich erholen und neue Energien gewinnen kann: Life for me.

Was umfassen die Bereiche?

 

Work life: Bezahlte Arbeit, Engagement in Vereinen (z.B. Elternverein, Sportverein), …
Private life: Familie, FreundInnen, reproduktive Arbeit im Haushalt und Garten, Pflege, Reparaturen …
Life for me: Dinge, die nur für mich sind, meine Hobbies, ..

Wenn ein Bereich dauerhaft zu kurz kommt, entsteht Unzufriedenheit. Psychische Belastung und Stress stellen sich ein, und im schlimmsten Fall treten gesundheitliche Probleme auf. Nur wenn, alle drei Bereiche im Alltag berücksichtigt sind und über einen längeren Zeitraum in Balance sind, können wir aktiv und gelassen unseren Alltag meistern!

Rezept:

Zutaten:

  • ein Blatt Papier
  • einen Stift

Dauer: 1 Stunde

Rezept: 

Schritt 1:
Erinnern Sie sich an die letzten zwei bis drei Wochen in Ihrem Leben: Wie viele Stunden Ihrer wachen Zeit haben Sie mit welcher Tätigkeit verbracht? Ermitteln Sie einen Stundendurchschnitt pro Woche.

Schritt 2:
Ordnen Sie die verschiedenen Tätigkeiten den drei Bereichen Work life, Private life und Life for me zu.

Schritt 3:
Fügen Sie zu den Tätigkeiten die Dauer hinzu und addieren Sie die Dauer pro Bereich.

Schritt 4:
Ist ein Bereich übermäßig stark oder schwach?
Wenn ja, wie lange ist dieser Zustand schon so? Seit kurzem aus einem bestimmten Grund oder schon lange?
Fühlen Sie in dem Bereich, der schwach repräsentiert ist, ein Defizit oder ein Verlangen nach mehr?
Wenn ja, planen Sie mit Hilfe der Tipps Zeit für diesen Bereich ein!

Ergebnis: Wenn alle drei Bereiche ausgewogen in Ihrem Leben Platz finden, in Balance sind, haben psychische Belastung, Stress und psychische Erkrankungen keine Chance. Sie sind erfüllt mit Energie und Lebensfreude und können Ihren Alltag mit Leichtigkeit meistern.

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Die Rezepte für mehr Lebensfreude und weniger Stress sind wie Kochrezepte: Sie probieren das Rezept aus. Wenn es Ihnen schmeckt, dann heben Sie es auf und machen es immer wieder. Wenn es Ihnen nicht zusagt, warten Sie einfach auf das nächste Rezept. Die Rezepte kommen alle zwei Wochen zu Ihnen per Newsletter ins Haus.

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Work-Life-Balance und warum es sie eigentlich nicht gibt

Seit einigen Jahren wird, immer wenn jemand erschöpft und belastet ist und auch den Mut hat, dies zuzugeben, der Begriff der „Work-Life-Balance“ in die Diskussion geworfen. Soll heißen, dieser Mensch hat nicht ausreichend auf den Ausgleich zur Lohnarbeit geachtet – zu viel Arbeit, zu wenig Leben.

Seit einigen Monaten wiederum kann man nun eine Gegenbewegung beobachten: Der Begriff „Work-Life-Balance“ wird von Managementratgebern und Wirtschaftsmagazinen verpönt und ins Lächerliche gezogen.

Man kann sich nun fragen, warum wohl? Doch das wäre eine ganz andere Diskussion.

Wie Sie bereits zwischen den Zeilen entnommen haben, bin ich von beiden Meinungen nicht wirklich begeistert.

Work-Life-Balance – ein Mythos?

Der Begriff „Work-Life-Balance“ suggeriert, dass Arbeit nicht zum Leben gehört, denn es gibt in unserem Alltag den Bereich Arbeit und den Bereich Leben. Das heißt, dass Sie pro Woche 40 von 168 Stunden nicht am Leben sind. Nur, was sind Sie dann?

Wir wissen alle, dass Arbeit Berufung sein und Sinn stiften kann. Wo wären wir als Gesellschaft, wenn wir nicht einer mehr oder weniger befriedigenden Beschäftigung, die auch noch bezahlt wird, nachgehen können?

Der „Work-Life-Balance“ kann ich jedoch abgewinnen, dass Bereiche unseres Lebens belastend, (über)fordernd und manchmal gesundheitsschädlich sind.

Das ist – wie wir alle wissen – mehrheitlich der Bereich Arbeit: Wir arbeiten oft zu viel und zu lange, unter kontinuierlichen Druck und achten nicht bzw. können nicht auf ausreichend Ruhephasen achten.

Jedoch ist es nicht nur die Arbeitssituation, die uns belastet, auch Dinge aus dem Privatleben können sehr belastend wirken: unglückliche Beziehungen, Krankheiten oder Todesfälle.

Wir sehen also, dass ein Balance zu finden zwischen den belasteten Bereichen in unserem Leben und den „einfachen“ durchaus eine gute Sache sein kann.

Nennen wir es doch Life-Balance.

Eigentlich geht es um Ressourcen. Wenn wir zu viel herausnehmen und nicht für Nachschub sorgen, ist der Tank irgendwann leer. Und dann spielt es keine Rolle mehr, ob es die Arbeit war, die Pflege der kranken Familienangehörigen oder die unglückliche Beziehung. Aus ist aus.

Wir müssen mit unseren Energien haushalten. Wenn zu viel in einen Bereich fließt, müssen wir andere Bereiche, die uns Energien zurückgeben können, stärken.

Klingt logisch, doch wie kann man herausfinden, wo es hakt?

Schauen wir uns einmal unsere Lebensbereiche an: Zum einen ist da einmal die Arbeit, für die wir bezahlt werden, aber auch ehrenamtliches Engagement wie z.B. Tätigkeiten im und für den Kindergarten, im Elternverein oder im Fußballverein, etc. gehören dazu. Zum anderen gibt es den Bereich den Privatlebens: Familie und FreundInnen, reproduktive Arbeit im Haushalt und im Umfeld sowie Pflegeleistungen.

Sie sehen, auch der Bereich „Leben“ kann sehr fordernd und belastend sein.

Aber wo kommt jetzt die Energie her?

Natürlich können Zeit mit FreundInnen und Familie, aber auch eine erfüllte Arbeitssituation und Erfolge die Akkus aufladen. Doch wird das nicht immer gelingen.

Deshalb füge ich gerne zum „klassischen“ Modell noch einen Bereich hinzu, der „ich“ heißt. In diesen Bereich kommen alle Dinge, die nur für mich selbst sind, die ohne Druck passieren und Freude bereiten.

Hier befindet sich bei den meisten Menschen ein wahrer Ressourcentank!

Nur wenn, alle drei Bereiche im Alltag berücksichtigt sind und über einen längeren Zeitraum ausgewogen stattfinden, können wir aktiv und gelassen unseren Alltag meistern!

Sind Sie neugierig geworden, wie man das macht?

In meinem eBook Get better life balance finden Sie Tipps und Tricks, wie man mit kleinen Maßnahmen zu einer guten Life-Balance kommt. Auch habe ich eine Übung zusammengestellt, wie Sie herausfinden können, welche Bereiche in Ihrem Leben aktuell strapaziert sind und wo Sie Ressourcen dafür bekommen können.

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Und das Beste ist: Das eBook gibt es kostenlos! Sie müssen sich nur in meine Newsletter-Liste eintragen und Sie bekommen mein eBook per E-Mail zugeschickt.

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